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STEREOTYPOLOGY – A cross-border investigation into the
private lives of national stereotypes

Kooperation mit dem University College Falmouth (UK)

Dass die Deutschen humorlos, diszipliniert und unterkühlt sind, gilt vielen Briten genauso als gesichert wie den Deutschen die Vorstellung, dass sich die britische Inselbevölkerung ausschließlich aus randalierenden Hooligans, weltfremden Exzentrikern und traditionsverliebten Aristokraten zusammensetzt. So sind sie eben, »die Deutschen« und »die Briten«.

Nationale Stereotype bestimmen das Bild, das wir uns von Menschen anderer Herkunft machen, lange bevor wir diese das erste Mal zu Gesicht bekommen. Und wenn wir dem Anderen schließlich begegnen, suchen wir unbewusst nach einer Bestätigung der uns in die Wiege gelegten Klischeevorstellungen.

Die Hartnäckigkeit, mit der diese trotz zunehmender Internationalisierung auch heute unsere Weltsicht prägen, überrascht. Gut möglich, dass nationale Stereotype doch mehr sind als abstruse Verkürzungen und Zerrbilder der Wirklichkeit.

Es lohnt also, dem Phänomen auf den Grund zu gehen, – insbesondere wenn die Auseinandersetzung grenzüberschreitend und in Kooperation mit unseren Partnern vom University College Falmouth in Cornwall / UK stattfindet.

17 Designstudenten aus Falmouth und 18 Studierende der Augsburger Fachklasse Identität und Marke unter der gemeinsamen Leitung von Ashley Rudolph und Prof. Stefan Bufler beschäftigten sich im Sommersemester 2012 zunächst mit den stereotypischen Eigenschaften, die Menschen in Großbritannien und Deutschland mit den Bewohnern des jeweils anderen Landes verbinden, – ein denkbar lohnendes und ergiebiges Forschungsfeld.

Dabei wurde unter anderem eine Liste von jeweils 10 Charaktereigenschaften zusammengestellt, die den Bewohnern beider Länder in Umfragen am häufigsten zugeschrieben wurden.

Entgegen der zu erwartenden Vorgehensweise hatten die Studierenden nun die Aufgabe, den dort aufgeführten »typisch« englischen Eigenschaften in Deutschland und den deutschen Eigenschaften in England nachzuspüren. Es kam also zu einer Art Rückkopplung nationaler Stereotype, die zu einer Hinterfragung gängiger Klischeebilder führte.

20 Studierenden der Projektgruppe erbrachten in 10 international zusammen gesetzten Teams auf diese Weise Belege für die Existenz der »fremden« Klischeewelten im eigenen Land und reagierten darauf mit freien gestalterischen Projektarbeiten.

Die facettenreichen und oft humorvollen Interpretationen des Themas wurden schließlich in einer rund 250 Seiten starken Projektpublikation mit dem Titel »STEREOTYPOLOGY« dokumentiert und durch redaktionelle Beiträge zum Thema ergänzt. Für die Konzeption, Recherche und Erarbeitung der Textbeiträge sowie Gestaltung und Produktion dieser umfangreichen Publikation war ein ebenfalls international besetztes, studentisches Team verantwortlich.

Entstanden ist so eine bunte Collage aus eigenen Arbeiten und Fundstücken, die den interessierten Leser zu einer unterhaltsamen und aufschlussreichen Reise in die
Klischeewelt nationaler Stereotypen am Beispiel Großbritanniens und Deutschlands einladen.

Neben der Auseinandersetzung mit einem spannenden Thema bestand der besondere Reiz und Gewinn dieses Projektes in der internationalen Zusammenarbeit und den Erfahrungen, die alle Beteiligten dabei machen konnten.

Die Durchführung eines internationalen Kooperationsprojektes mit 35 Studierenden über den Zeitraum eines kompletten Semesters war in dieser Form für beide Hochschulen ein Novum. Entsprechend groß waren die »logistischen« und »interkulturellen« Herausforderungen.

Zum Projektauftakt vom 19. – 26. März 2012 kamen die Studierenden des University College Falmouth zusammen mit Ashley Rudolph nach Augsburg und vom 15. – 22. Mai 2012 schlugen die Augsburger Projektteilnehmer in Falmouth ihre Zelte auf, um dort die begonnene Arbeit fortzuführen. Zwischenzeitlich dienten e.mail, Skype und soziale Netzwerke der grenzüberschreitenden Kommunikation. So auch am 22. November 2012, an dem die zeitgleich in Falmouth und Augsburg stattfindenden Feierlichkeiten zur Veröffentlichung der Publikation über Skype mitverfolgt werden konnten.

Dass ein Projekt dieser Dimension möglich gemacht wurde, verdanken wir nicht zuletzt der großzügigen Unterstützung durch das International Office in Augsburg und Falmouth, das Department of Design des University College Falmouth, die Abteilung Corporate Communication und den Förderverein der Hochschule Augsburg, die Stadtsparkasse Augsburg sowie die Verlage und Organisationen, die uns ihre Materialien kostenfreie zur Verfügung gestellt haben. Allen sei an dieser Stelle herzlichst gedankt.
Projektteilnehmer aus Falmouth (F) und Augsburg (A)
Stereotyp Arbeitsgruppen I Stereotype Investigation Teams

Andy Gabb (F) + Yvonne Sauter (A) I Ashley Kinnard (F) + Helene Schönfeld (A) I Bradley Fletcher (F) + Henrike Großer (A) I James Burbidge (F) + Nicole Wiedemann (A) I James Sutton (F) + Stefani Wiatowski (A) I Jed Dean (F) + Blandine Beer (A) I Kirsty Tavendale (F) + Jessica Fink (A) I Michael Lieu (F) + Christina Beresik (A) I Michael Phillips (F) + Annkatrin Vierrether (A) I Rose Priddy (F) + Sara Thurner (A)
Redaktionsteam I Editorial Team

Bianca Bunsas (A) I Hannah Cottrell (F) I Jessica Webb (F) I Vivian Breithardt (A)
Design & Documentation Team

Alexander Kohler (A) I Benedikt Frommer (A) I Frauke Schwenk (A) I Henry Brown (F) I Josie Evans (F) I Mike Peacock (F) I Nadine Baur (A) I Owen Harvey (F)
Editors in Chief

Daniela Stölzle (A) I Magdalena Winkler (A) I Saul Logan (F)
Projektleitung
Prof. Stefan Bufler, Ashley Rudolph

http://brandidentity.hs-augsburg.de/index.php/stereotypology
17.01.2013 um 12:27 Uhr
ERÖFFNUNG: Freitag, 25. Januar, 19 Uhr
LAUFZEIT: 26. Januar – 10. Februar 2013
Ort: GAK Gesellschaft für Aktuelle Kunst Bremen
Teerhof 21 / 28199 Bremen

Mit Arbeiten von
Ralf Baecker ›Rechnender Raum‹
Kerstin Ergenzinger ›Studie zur Sehnsucht [Bremen]‹
Hannes Hoelzl ›Gone‹
Agnes Meyer-Brandis ›The Moon Goose Colony‹
Mikael Mikael ›Retreat‹
Studio NAND ›The Known Unknowns‹ + ›Cruiser Charisma‹
Lucas Odahara ›The Hazy Focus of Nature‹
Hannes Waldschütz ›Elefant (Funktionsmodell)‹

kuratiert von Dennis Paul (DGTF) und Andrea Sick, beide Hochschule für Künste Bremen

Programm im Rahmen der Ausstellung (in der GAK):
Donnerstag, 31.01.2013, 19 Uhr:
Vortrag von Prof. Dr. Lars Nowak (Erlangen): Pilzwolken
Donnerstag, 7.02.2013
19 Uhr, Eröffnung + Aufführungen: Prozesshafte Arbeiten von Studierenden und ehemaligen Studierenden
der Hochschule für Künste intervenieren in die Ausstellung.
20 Uhr, Vortrag von Prof. Dr. Claudia Reiche (Bremen/Hamburg): P/hand/tome tasten. Chirurgische
Simulator-Techniken und ihre Imaginationen
Sonntag 10.02.2013, 16 Uhr
Finissage mit Gesprächen mit den Künstler/Innen

Vulkanausbruch, Großbrände und Atomkatastrophen sind die Produzenten großer auch medial dahin
treibender Wolkengebilde aus Rauchpartikeln. Diese geradezu physischen Gebilde werden gelesen als
Zeichen einer sich ankündigenden Klimakatastrophe, als Konsequenzen schwerwiegender Unfälle sowie
auch als bewusste menschliche Stiftungen. So changieren die kleinen wie großen Rauchwolken zwischen
Naturschauspiel oder -katastrophe und Zivilisationsindex mit menschlichem Ursprung und Auslöser. Auf
alle Fälle bleiben sie immer wieder trotz aller Fortschritte der Wetter- und Klima-Prognostik in ihrer
Entwicklung und Bewegung unvorhersehbar.
Luftschlösser können hingegen als Produkte des Wunsches und der Einbildungskraft gelten. Gerne als
Hirngespinste betitelt, treten sie als Gebilde eines Träumenden oder »Luftspringers« auf. Sie markieren
eine Grenze zwischen Wachen und Schlafen, zwischen Virtuellem und Greifbarem. Sie sind Effekte des
Imaginären. Sie sind gleichsam schwebende Bauten mit luftigen Mauern, die sich jeglicher Bodenhaftung
verweigern und gerne in Wolken gebettet erscheinen.
Beide Ballungsformen werden hier in der Ausstellung zum Anlass für markante Positionen eines Prozesses,
in dem sich Überkreuzungen und Überlagerungen des »Aktualen« und des »Imaginären« herausbilden.

Die Ausstellung ist der dritte Teil des Projektes „Rauchwolken und Luftschlösser“ des Studiengangs Digitale
Medien der Hochschule für Künste, konzipiert von Dennis Paul und Andrea Sick. Im Februar 2012 fand ein
experimenteller Workshop mit 30 Gästen statt und im November 2012 ein internationales Symposium.
Im Rahmen der Ausstellung werden Arbeiten von eingeladenen Medienkünstler/innen gezeigt, die auch in
Workshops mit den Studierenden der HfK gearbeitet haben. Ab dem 7. Februar werden auch prozesshafte
Arbeiten von Studierenden und ehemalig Studierenden in die Ausstellung involviert.
Im Anschluss an die Ausstellung wird eine Publikation von dem gesamten Projekt beim Textem Verlag innerhalb der Publikationsreihe des Instituts für Kunst- und Musikwissenschaften der HfK erscheinen.

Weitere Informationen:
http://rauchwolkenundluftschloesser.de
16.01.2013 um 12:21 Uhr
Unter dem Titel „De-Mystifying Methods“ fand bei der diesjährigen Tagung der DGTF am 23. und 24. November in Hildesheim eine kritische Betrachtung der Methoden in der Designforschung statt.

Ein Bericht der Tagung ist auf der Webseite der DGTF nachzulesen. Darüber hinaus können Videoaufnahmen der die Keynote-Vorträge angesehen werden. Außerdem sind im Bereich \"Projekte\" ausführliche Beschreibungen der Kurzbeiträge von der Tagung nachzulesen.

www.dgtf.de/tg-news
www.dgtf.de/tagung2012/dokumentation
www.dgtf.de/projekte
16.01.2013 um 10:53 Uhr
Grün färben reicht nicht!
Bundespreis Ecodesign erneut ausgeschrieben

Unter dem Motto „Grün Färben reicht nicht“ wird der vom Bundesumweltministerium (BMU) und Umweltbundesamt (UBA) initiierte Bundespreis Ecodesign am 14. Januar 2013 zum zweiten Mal ausgeschrieben. Mit dem Wettbewerb wollen die Auslober zeigen, welch kreatives Potenzial es gibt, um Produkte ökologisch besser zu machen – und wie sich anspruchsvolles Design, Ästhetik und Umweltschutz vereinbaren lassen. Bis zum 15. April 2013 können Unternehmen sowie Designerinnen und Designer ökologisch und ästhetisch überzeugende Produkte, Dienstleistungen und Konzepte einreichen.

Neu ist in diesem Jahr die Kategorie „Service“ für bestehende Dienstleistungen und Systemlösungen. Weiterhin bestehen bleiben die Kategorien „Produkt“, in der auf dem deutschen Markt erhältliche Produkte eingereicht werden können sowie Prototypen mit Marktreife, „Konzept“ für zukunftsweisende Konzepte, Studien und Modellprojekte sowie „Nachwuchs“ für Studierende, Absolventinnen und Absolventen.

Eine interdisziplinär besetzte Jury mit Vertreterinnen und Vertretern aus den Bereichen Ökologie und Design bewertet die Einreichungen. Dabei stehen Innovationsgehalt, Gestaltungsqualität und Umwelteigenschaften im Vordergrund. Grundlage für die Bewertung ist eine von BMU, UBA und IDZ gemeinsam entwickelte Kriterienmatrix. Mit der Entwicklung des Formats und der Durchführung des Wettbewerbs wurde das Internationale Design Zentrum Berlin e.V. (IDZ) beauftragt, es wird dabei von einem Projektbeirat unterstützt.

Inspiration und Orientierung bieten die Online-Ausstellung der Nominierten und Preisträgerinnen und Preisträger des Bundespreises 2012 sowie Hintergrundinformationen zum Thema Ecodesign auf der Internetseite des Bundespreises. Am 6. Februar eröffnet in Ludwigsburg die Wanderausstellung zum Bundespreis Ecodesign, die die 2012 ausgezeichneten Arbeiten im Original bis zum 16. Februar präsentiert. Zweite Station ist die Munich Creative Business Week, wo die Ausstellung vom 21. bis 24. Februar innerhalb der Sonderausstellung „mcbw momente – Denkräume für Design“ zu sehen ist. Vom 28. Februar bis 2. April wird die Ausstellung im UBA in Dessau gezeigt, begleitet von einem Rahmenprogramm zum Thema Ecodesign Weitere Stationen sind in Planung.


Bewerbung und weitere Informationen zum Wettbewerb und der Ausstellung unter:
www.bundespreis-ecodesign.de

Bewerbungsfrist: 14. Januar bis 15. April 2013

Jury
Werner Aisslinger (Designer)
Dr. Kirsten Brodde (Autorin, Expertin für grüne Mode)
Prof. Günter Horntrich (Designer, Professor für Design und Ökologie an der KISD)
Prof. Dr. Erik Spiekermann (Kommunikationsdesigner, Typograph und Autor)
Nicola Stattmann (Designerin, Materialexpertin)
Prof. Dr. Rainer Grießhammer (Geschäftsführer Öko-Institut)
Jochen Flasbarth (Präsident UBA)
Ursula Heinen-Esser (Parlamentarische Staatssekretärin im BMU)

Projektbeirat
Dorothea Hess, Allianz deutscher Designer (AGD)
Anne Farken, BMW Group DesignworksUSA
Prof. Matthias Held und Sabine Lenk, Deutsche Gesellschaft für Designtheorie
und -forschung (DGTF)
Lutz Dietzold, Rat für Formgebung
Prof. Philipp Oswalt und Katja Klaus, Stiftung Bauhaus Dessau
Prof. Susanne Schwarz-Raacke (Produktdesign), Prof. Heike Selmer (Modedesign)
und Prof. Dr. Zane Berzina (Textil- und Flächendesign), Kunsthochschule Berlin-Weißensee (KHB)
Karin-Simone Fuhs, ecosign/Akademie für Gestaltung
Dr. Dietlinde Quack, Öko-Institut
Thomas Wodtke und Hendrik Roch, Fraunhofer-Institut UMSICHT
Stephan Rabl, Handelsverband Deutschland (HDE)
Dr. Dominik Klepper, Markenverband
Frauke Rogalla, Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv)
14.01.2013 um 11:44 Uhr
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