Pinnwand
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Scherben
Eine Ausstellung von Sonya Schönberger / Christof Zwiener und dem Werkbundarchiv - Museum der Dinge noch bis zum bis zum 3. März 2014


Im Mai 1945 glich Berlin einem Trümmerfeld. Meterhoch lagen Schutt und Asche in den Straßen. 770 000 Wohnungen waren zerstört oder unbewohnbar. Die unvorstellbare Menge von etwa 75 Millionen Kubikmetern Schutt kann man heute nur noch erahnen, wenn man sich auf einen der vierzehn Berliner Trümmerberge begibt. Hierher wurden von 1945 bis 1958 über Trümmerbahnen die enormen Mengen von all dem, was zerstört und nicht wieder zu verwerten war, transportiert. 
Es entstand eine neue \"Topografie\". Bäume, Sträucher und Gras wuchsen nicht nur auf der obersten Schicht der Trümmer, sondern auch sprichwörtlich über den Zweiten Weltkrieg. Die Berge wurden stumme mahnende Zeitzeugen.


Heute, fast 70 Jahre nach dem Krieg sind die künstlichen Areale zu Parks geworden, die der Erholung oder als Aussichtspunkte auf die Stadt dienen. Durch Erosion und entwurzelte Bäume werden dort jedoch im Laufe der Zeit die Relikte der Vergangenheit immer wieder ans Tageslicht gebracht.

Sonya Schönberger und Christof Zwiener – zwei Berliner Künstler – sammeln im Rahmen einer künstlerischen Recherche mit dem Titel \"641 objects without qualities\" auf den Berliner Trümmerbergen Fragmente von Alltagsgegenständen aus Keramik, Porzellan und Glas. Schönberger und Zwiener verfolgen mit ihrer Spurensuche keinen spezifisch archäologischen Ansatz, sondern beziehen sich auf eine schwer zu fassende Katastrophengeschichte und das ungeplante Wiederauftauchen von Erinnerungsfragmenten.

In der von den beiden Künstlern und dem Museum konzipierten Installation wird ihre Scherben-Sammlung erstmals gezeigt und entwickelt in der Kombination mit der Schausammlung des Museums und insbesondere seinem Sammlungsbereich „Dinge nach Katastrophen“ eine spannungsreiche Beziehung.

Die dingliche Repräsentanz von Erinnerung ist die zentrale Verbindung zwischen dem künstlerischen und dem musealen Ansatz. Mit den Scherben, die eher im archäologischen Museumskontexten erwartet werden, tritt die fragmentarische Basis jeder musealen Erinnerungsfunktion deutlich hervor.

http://www.museumderdinge.de/programm/ausstellungen/
24.01.2014 um 08:40 Uhr
Manifestationen im Entwurf in Design, Architektur und Ingenieurwesen – eine interdisziplinäre
Bestandsaufnahme.

Tagung vom 10.–12.04.2014 an der RWTH Aachen

Der von Architekten, Designern und Ingenieuren gestalteten Welt ist der langwierige Planungs- und Produktionsprozess oft kaum mehr anzusehen. Er verschwindet hinter den meist perfekt erscheinenden Oberflächen der Dinge, die suggerieren, dass sie nur so sein können, wie sie sind.
Dabei werden sie neben den funktionalen, technischen, ökonomischen oder ästhetischen Erfordernissen genauso durch die planenden Individuen geprägt, aber auch durch deren angewandte Methoden, die in den vergangenen 30 Jahren einen Paradigmenwechsel von der analogen zur
digitalen Planung durchlaufen haben. Dieser Übergang, der nicht moderiert oder durch Regelwerke gelenkt wurde, vollzog sich vielmehr in unzähligen, individuellen Strategien, die in den jeweiligen Disziplinen allenfalls separat diskutiert wurden. Ziel der Veranstaltung an der RWTH Aachen ist es, die bisher getrennt laufenden Diskurse der einzelnen Fachrichtungen zu bündeln und eine interdisziplinäre
Bestandsaufnahme anzustoßen. Der Fokus der wissenschaftlichen Auseinandersetzung liegt dabei auf den epistemischen Objekten, die während des Entwerfens in Form von Modellen, Skizzen, Diagrammen und Notationen jeder Art entstehen. Wir bezeichnen diese Artefakte als MANIFESTATIONEN IM ENTWURF. An ihnen werden Intentionen, Methoden, Techniken und kreative Prozesse in den verschiedenen Stadien des Entwurfsprozesses deutlich. Als reale Objekte bestimmen sie wegweisend die Deutung und Weiterbearbeitung des Entwurfsprozesses und operieren somit als Träger von Wissen.

Die Tagung unternimmt eine Bestandsaufnahme aktuell praktizierter Strategien zur Generierung von Wissen und Gestalt. Sie widmet sich der Frage, wie arbeiten Entwerferinnen und Entwerfer als handelnde Akteure im Umgang mit Material, mit Werkzeugen, Programmen und Techniken? Mit
einem dezidiert komparativen Ansatz sollen die bislang getrennt geführten Diskurse der Disziplinen Design, Architektur und verwandter Ingenieurwissenschaften verbunden und damit ein Erfahrungsaustausch garantiert werden. Die Veranstaltung versteht sich als Kick-off für einen Methodendiskurs mit dem Ziel eine Disziplinen übergreifende Bestimmung des Verhältnisses von Denken, Wollen und Agieren vorzunehmen. Besteht in Zeiten digital programmierter Umgebungen ein
Widerspruch zwischen instrumentellem Handeln und intuitivem Arbeiten? Inwiefern können zur Förderung der Ideenproduktion Kollateral-Effekte von körperlichem Agieren auf kreative Denkprozesse aktiviert werden?
Welche Funktionen übernehmen gerade das taktile Wissen in Bezug auf die Entwicklung dinglicher und räumlicher Formen? Implizit wird damit im Sinne eines practice turn auch die Frage nach der Selbstbestimmung des Menschen als treibende, handelnde und inspirierende Kraft im Entwurf
neu gestellt. Wie werden kreative Prozesse initiiert, wie und in welcher Weise wirken dabei die Methoden und Werkzeuge auf die Generierung von Konzepten ein? Oder sind es vielmehr die Objekte
selbst, die als tragende Kraft den Entwurfsprozess entscheidend prägen? Die Tagung initiiert für die beteiligten Disziplinen eine Erweiterung der Design Thinking-Debatte unter expliziter Berücksichtigung
materieller Entwurfsmanifestationen.

Ziel ist ein Austausch von Erfahrungen, die in der Anschauung der manifesten Produkte empirisch untersucht und diskutiert werden können: Wie werden MANIFESTATIONEN im Entwurf in den Disziplinen Design, Architektur und Ingenieurwesen wahrgenommen? Welche Ähnlichkeiten und
Unterschiede bei der Wissensgenerierung werden sichtbar? Gibt es wiederkehrende Methodenkategorien oder Regelwerke? Wie können die Disziplinen voneinander profitieren, welche Schnittstellen und hybride Strategien lassen sich entwickeln? In welchem Umfang und unter welchen
Bedingungen bilden sich individuelle und unkonventionelle Entwurfsmethoden aus und welche Rolle spielen diese zur Weiterentwicklung der einzelnen Wissenskulturen?

BeiträgerInnen sind für Vorträge, Werkstattberichte, Kurzpräsentationen und sogenannte Cubicposts gesucht. In Form von Key Notes wird der Austausch über die aktuelle Gestaltungspraxis mit den gegenwärtigen entwurfstheoretischen Debatten in Bezug gebracht, so dass sich die
Tagung auch als eine Plattform des Dialogs zwischen Theorie und Praxis begreift. Die Veranstaltung endet mit einer Podiumsdiskussion, in der die Leitfragen aufgegriffen und in Replik auf die Beiträge zur Tagung diskutiert und beantwortet werden. Sie richtet sich innerhalb der genannten Disziplinen ebenso an erfahrene wie an junge, innovative Büros und Einzelpositionen, aber auch an Hochschulen, Akademien und Forschungsinstitutionen in Theorie und Praxis.

Die Tagung findet statt vom 10.–12.04.2014 an der Fakultät für Architektur der RWTH Aachen, Schinkelstraße 1, 52062 Aachen.

Manifestationen im Entwurf ist eine von der RWTH Aachen initiierte Kooperationsveranstaltung von Univ.-Prof. Dipl.-Ing. Thomas H. Schmitz, Lehrstuhl für Bildnerische Gestaltung, Fakultät Architektur, Univ.-Prof. Dr. phil. Roger Häußling, Lehrstuhl für Soziologie, Technik- und Organisationssoziologie, Univ.-Prof. Dr.-Ing. Jörg Feldhusen, Lehrstuhl und Institut für Allgemeine Konstruktionstechnik des Maschinenbaus in Zusammenarbeit mit Dipl.-Ing. Peter Cachola Schmal, Direktor Deutsches Architekturmuseum, Frankfurt am Main, Prof. Dr. Claudia Mareis (DGTF), Leiterin Institut Design- und Kunstforschung, Hochschule für Gestaltung und Kunst FHNW, Basel.
23.01.2014 um 13:46 Uhr
Ästhetik und Gesellschaft, Ästhetik und Design. Interessiert uns die Frage noch? Wozu die alte Frage nochmals aufwärmen?

Das Heft möchte dennoch nach der Relevanz von Ästhetik fragen. In der scheinbaren Leichtlebigkeit und Geglättetheit einer globalisierten Kultur. Gerade die kunterbunte Mischung von Inhalten gegenwärtiger Studiengänge, in denen oft Design als Bestandteil anzutreffen ist, ruft die Frage erneut auf den Plan. Die Autoren erinnern uns an die traditionellen Ästhetiken, aber auch unter neuen Perspektiven. Ebenso werden Fragen einer Ästhetik in Diensten ihrer praktischen Anwendung anschaulich. Die semantische Dimension von Ästhetik sowie die ästhetische Dimension von Semantik stellen sich der Kritik.

Aus dem Inhalt:

Schmuck-Grafik: Piet van den Boom
Ästhetik: noch relevant. Aber welche Ästhetik?: Christian G. Allesch
Von EINS [Ästhetik] bis FÜNFZEHN [Bedeutung]: Manfred Faßler
Ästhetik im semiotischen Konstruktivismus: Holger van den Boom
Primäre, sekundäre und tertiäre Artefakte: June H. Park
Ästhetik und Semantik. Zwei Modelle: Felicidad Romero-Tejedor
Algorithmen, Programmierung und Ästhetik am Beispiel von Ljapunow-Graphen: Diethard Janßen
Gestaltung der Handhabungen: Mario Prokop und Claudia Prokop
Emotionale Ingenieurskunst – Was nun?: Frank Th. Gärtner
Gestalterische Grundlagenausbildung im Design: zwischen Ästhetik und Erleben: Christian Wölfel | Katja Thoring
22.01.2014 um 16:43 Uhr
Eine Tagung der Gesellschaft für Designgeschichte und des Museums für Kunst und Gewerbe, Hamburg

9. und 10. Mai 2014

Tagungsort: Museum für Kunst und Gewerbe, Hamburg

Social Design hat in den letzten Jahren einen regelrechten Boom erfahren und erscheint omnipräsent. Aktuell wird Social Design geradezu inflationär als eine Art „greenwashing-Begriff“ für einen Großteil unspezifischer designerischer Aktivitäten und Produktion disqualifiziert. Social Design scheint in diesem Kontext einen kulturellen Mehrwert zu bieten, aus dem sich zugleich ein ökonomischer Gewinn abschöpfen lässt.
Diese Praxis verstellt den Blick auf die Tatsache, dass sich Design über seine funktional – ästhetische Wirkungsmacht hinauswachsend in den letzten Jahren weltweit zu einer immer wichtigeren Säule einer nachhaltigen, sozial-politischen Agenda entwickelt.
Aber was macht die soziale Dimension im Design aus? Welches Potenzial besitzt Social Design? Hat Social Design eine Geschichte? Können wir von einer Theorie des sozialen Designs sprechen?

Der Begriff des „Social Design“ konzentriert sich auf verschiedene Aspekte, die das Soziale des Designs betreffen. Seine heutige Relevanz erhielt der Begriff zuerst in den 1970er Jahren im Zusammenhang mit der Bürgerbeteiligung in der Architektur sowie in den Diskussionen um die Einbindung der Lebenswelt in die Gestaltung: „Sozio-Design ist also Entwurf und Realisation von Formen der Lebensorganisation für Einzelne und Gruppen von Mitgliedern unser Gesellschaft.” (Bazon Brock,1977). Mittlerweile haben die theoretischen Konzepte zu den sozialen Wechselwirkungen zwischen Gegenständen und Menschen mit den „cultural studies“, der „material culture“ und der ANT (Akteur-Netzwerk-Theorie) eine enorme wissenschaftliche Vertiefung und Ausweitung erfahren. Gleichzeitig sind in der Praxis zunehmend Produzenten und Benutzer aktiv in den Designprozess einbezogen worden.
Historisch betrachtet hat das Soziale der gestalteten Dinge von Beginn an - seit den Reformbewegungen im 19. Jahrhundert - die Zielsetzungen des Designs geprägt. Somit lässt sich an den unterschiedlichen Vorstellungen bis heute eine Geschichte des Sozialen im Design rekonstruieren. Dabei wird häufig unterstellt, dass in der Vergangenheit die Klassische Moderne das Soziale den Bedingungen der Produktion sowie einem ästhetischen Dogmatismus unterworfen habe.
Neben der Geschichte und Theorie des Sozialen im Design soll die aktuelle gestalterische Praxis des Social Design einen weiteren Schwerpunkt der Tagung bilden (vgl. Kunstforum International, Bd. 207, März-April 2011). Das Spektrum reicht von den Gartenstädten des 19. Jahrhunderts über Victor Papaneks „Design for a real world“ bis zu aktuellen sozialen Designprojekten. Wir möchten in einem Dialog zwischen Wissenschaft und Gestaltung zu einer kritischen Diskussion über die gestalterischen Perspektiven eines sozial orientierten Designs beitragen.


Die Tagung Social Design. Geschichte. Praxis. Perspektiven unterzieht den Begriff einer inhaltlichen Revision und fragt nach der aktuellen Relevanz in der gesellschaftlichen Praxis. Die kritische historische und theoretisch fundierte Betrachtung soll dazu beitragen, die Perspektiven für ein sozial orientiertes Design besser einzuschätzen.

Die Beiträge sollten auf eines der folgenden Themen fokussieren:

1. Geschichte des Social Design
2. Theorie des Social Design: Social Design als Disziplin
3. Praxis des Social Design: Wie sehen die Handlungsfelder aus? Wo befinden sich die Inkubatoren? Welche Rolle spielt die Ausbildung, welche Rolle spielen die Designer, welche Rolle die Institutionen?
4. Perspektiven des Social Design: Welches sind die Wirkungsweisen von Social Design? Welchen Anteil kann Design als Katalysator gesellschaftlicher Transformationsprozesse haben? Welche Bedeutung besitzt Design in der internationalen politischen Agenda?
5. Wie kann Social Design ausgestellt werden? Ausstellungen sozial orientierter Gestaltungen erfordern andere Herangehensweisen als eine Schau der schönen Dinge, die in Vitrinen ihrer Betrachtung harren.

Call for papers:
Die Beteiligung erfolgt in Form von Vorträgen sowie Arbeitsberichten aus der Praxis von ca. 30. Minuten.
Bitte senden Sie ein Abstract mit max. 1700 Zeichen und eine Kurzbiografie bis zum 24. Februar 2014 an: claudia.banz@mkg-hamburg.de

Organisation: Claudia Banz ( Museum für Kunst und Gewerbe); Siegfried Gronert, Wolfgang Schepers, Petra Eisele (Gesellschaft für Designgeschichte)

Die Gesellschaft für Designgeschichte e. V. wurde 2008 gegründet und verfolgt das Ziel, die Auseinandersetzung mit der Geschichte des Designs zu intensivieren sowie historische Forschung und Praxis miteinander zu vernetzen.

Mit rund 500.000 Objekten aus 4.000 Jahren gehört das Museum für Kunst und Gewerbe in Hamburg zu den führenden Museen für Kunst und Design in Europa. 2012 hat das Museum mit der Eröffnung der Designabteilung neue Maßstäbe in der Präsentation und Vermittlung von Design gesetzt. Mit unterschiedlichen Ausstellungsformaten, Symposien und Debatten mischt sich das MKG in aktuelle Diskurse ein, die die komplexe Bedeutung von Design in der heutigen Gesellschaft beleuchten und hinterfragen.
22.01.2014 um 11:48 Uhr
“Graphic design, it seems, is still searching for its past.”(1)

Graphic Design History examines the production, mediation and consumption of graphic design artefacts and processes, as well as their respective histories. In doing so, it contributes not only to the current under-standing of graphic design practice, but also to the definition of the discipline itself.(2) It could thus be said that Graphic Design History today is both, “a service subject in design education and an academic research subject”.(3) In Switzerland, discussions on Graphic Design History have traditionally been led by practitioners, by art historians and expert organizations, and by professionals within practice-based design education. However, with the establishment of Swiss Universities of the Arts and Design, the field has begun to shift towards more academic research projects, yet it still lacks structures for research training, discussion and exchange. The aim of this symposium is to foster discussions on theoretical and methodical approaches for historical research on graphic design in Switzerland. The symposium will include a selection of projects from the German-, French- and Italian-speaking parts of Switzerland. We are proud to welcome internationally acclaimed researcher Teal Triggs as our keynote speaker. As a graphic design historian, critic and educator she has lectured and broadcast widely and her writings have appeared in numerous edited books and international design publications. She will present her view of the current state of Graphic Design History, and discuss the potential of Swiss contributions to the discourse. A workshop will be held to encourage further collaboration, to exchange ideas and to evaluate possibilities for a cross-institutional research project on Graphic Design History in Switzerland.

(1), (2) Triggs, T. (2011). Graphic Design History: Past, Present, and Future. Design Issues 27(1), 3–6.
(3) Fallan, K. (2013). De-tooling Design History: To What Purpose and for Whom Do We Write? Design and Culture 5(1) 2013, 13–19.

http://sgdh.tumblr.com/

PROGRAMME

9:30 Welcome & Introduction
Arne Scheuermann: Head of Forschungsschwerpunkt Kommunikationsdesign, HKB Hochschule der Künste Bern
Peter J. Schneemann: Director of the Institut für Kunstgeschichte, Universität Bern
Robert Lzicar: Lecturer and Researcher, HKB Bern; Doctoral Student, Graduate School of the Arts, Bern

10:00 Keynote
(RE)MAPPING FUTURES: GRAPHIC DESIGN HISTORY, RESEARCH AND EDUCATION
Teal Triggs: Professor of Graphic Design and Associate Dean, School of Communication, Royal College of Art, London

10:45 Break

11:15
WOLFGANG WEINGART – TYPOGRAPHY IN CONTEXT: TRADITION, MEDIA REVOLUTIONS AND INNOVATION IN THE WORK OF WOLFGANG WEINGART 1961–2004
Barbara Junod: Curator Graphics Collection, Museum für Gestaltung Zürich, ZHdK/ICS

11:45
«TYPOGRAFIE KANN UNTER UMSTÄNDEN KUNST SEIN»: GRAFIKDESIGN IM KONTEXT DES SCHWEIZERISCHEN WERKBUNDS
Bernd Nicolai: Professor, Abteilung Architekturgeschichte und Denkmalpflege, Institut für Kunstgeschichte, Universität Bern

12:15
TYPE DESIGN EDUCATION IN SWITZERLAND 1920–2010: LANDMARK PROGRAMS AND PROJECTS
François Rappo: Lecturer and Researcher, ECAL Ecole cantonale d’art de Lausanne

12:45 Lunch

13:55 Remark
LOOKING BACK TO THE FUTURE: WHY GRAPHIC DESIGNERS SHOULD KNOW “THEIR” HISTORY
Agnès Laube: Head of MA Communication Design, HKB Bern
Franka Grosse: Lecturer, MA Communication Design, HKB Bern

14:15
DESIGNING THE PAST: CANONIZATION IN SWISS GRAPHIC DESIGN HISTORY
Amanda Unger: Researcher, Forschungsschwerpunkt Kommunikationsdesign, HKB Bern
Robert Lzicar: Lecturer and Researcher, HKB Bern; Doctoral Student, Graduate School of the Arts, Bern

14:45
SWISS STYLE, MADE IN ITALY: GRAPHIC DESIGN ON THE BORDER
Davide Fornari: Lecturer and Researcher, Laboratory of visual culture, SUPSI University of applied sciences and arts of Southern Switzerland, Lugano

15:15
LES 50 DERNIÈRES ANNÉES DU GRAPHISME SUISSE ROMAND
Constance Delamadeleine: Researcher, HEAD Haute école d’art et de design, Genève

15:45 Break

16:15
SUISSE MINIATURE: THE DESIGN OF SWISSNESS IN TRAVEL SOUVENIRS
Franziska Nyffenegger: Cultural Anthropologist, Project Manager and Researcher, Hochschule Luzern Design & Kunst

16:45
ANALYZING THE HISTORICAL CONTEXT: THE BASEL SCHOOL OF DESIGN AS A CASE STUDY
Invar Hollaus: Lecturer, HGK FHNW Hochschule für Gestaltung und Kunst Basel

17:15 Break

17:30 Workshop
WHERE DO WE GO FROM HERE? SHARING IDEAS FOR AN INTER-INSTITUTIONAL RESEARCH PROJECT
For invited speakers and experts only


INFORMATION

Concept and Coordination
Robert Lzicar (robert.lzicar@hkb.bfh.ch), with the Forschungsschwerpunkt Kommunikationsdesign at the HKB Hochschule der Künste Bern, and the Institut für Kunstgeschichte at the Universität Bern.

Admission
Admission is free. The participation of students and practitioners is strongly encouraged. No registration needed.

Publication
An online publication with all contributions to the conference is being planned. Further information will follow at the symposium.

Workshop
The workshop is opened to invited speakers and experts. For registration please send an email to Robert Lzicar (robert.lzicar@hkb.bfh.ch).
06.01.2014 um 11:44 Uhr
Innovatives Design als Instrument amerikanischer Politik im Kalten Krieg: die umfassende, sensationell bebilderte Monografie über George Nelson.

George Nelson (1908–1986) ist einer der bedeutendsten amerikanischen Designer der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Seine Arbeit als Chefdesigner für den amerikanischen Möbelhersteller Herman Miller ist in die amerikanische Kulturgeschichte eingegangen. Weit weniger bekannt ist dagegen, dass George Nelson als Ausstellungsmanager und -gestalter im Auftrag der amerikanischen Regierung von 1957 bis 1972 rund um die Welt Produktpräsentationen, Themenausstellungen, Messeauftritte konzipierte – kurz: den amerikanischen Lebensstil präsentierte.

Diese sensationell bebilderte Monografie stellt die unbekannte Seite von Nelsons Schaffen nun erstmals detailliert vor. Der Autor hat dafür den Nelson-Nachlass aufgearbeitet. Er folgt dem Designer auf seine frühen Reisen, resümiert die prägenden Einflüsse und den Aufstieg zum begehrten Designer. Weiter zeigt er, welche industriell gefertigten Innovationen das Ausstellungsmobiliar revolutionierten, und beschreibt dann detailliert die Ausstellungen, die Nelson etwa in São Paulo oder Moskau im Auftrag der United States Information Agency realisierte. Eisenbrands Buch ist eine Fundgrube für Designinteressierte – und zugleich eine Fallstudie darüber, wie innovatives Design im Kalten Krieg als Instrument der US-Politik genutzt wurde.

Jochen Eisenbrand
George Nelson. Ein Designer im Kalten Krieg
Park Books, 2013, 978-3-906027-32-6
EUR 52.00
16.12.2013 um 15:54 Uhr
Ursprünglich aus dem englischen Landschaftsgarten des 18. Jahrhunderts stammt der Bautypus der »Folly«, wörtlich einer Narretei, also eines nicht ganz ernst gemeinten, häufig funktionslosen Zierbaus, der zumeist als Blickfang diente. Architekten, Künstler und Literaten nutzten Follies als frivole Staffage, als Orte der Satire und des Wahns außerhalb gesellschaftlicher Normen und Zwänge, aber auch als Medium für ihr Streben nach ästhetischer Autonomie und sozialpolitischer Veränderung. In die Stadt von heute transponiert, werden Follies zu Gradmessern für das Transformationspotenzial des öffentlichen Raums. Die Gwangju-Biennale in Südkorea gibt international renommierten Architekten, Schriftstellern und Künstlern alljährlich dazu Gelegenheit. Der Band präsentiert die acht neuen Follies in Form eines Glossars und stellt die von Nikolaus Hirsch, Philipp Misselwitz und Eui Young Chun kuratierten Projekte als »foolosophy« in einen umfassenden kulturellen Kontext.

Philipp Misselwitz, Eui Young Chun, Nikolaus Hirsch (Ed.)
Gwangju Folly II
Hatje Cantz, 2013, 978-3-7757-3553-7
EUR 35.00
16.12.2013 um 15:52 Uhr
In diesem Band wird die Geschichte der HfG Ulm geschildert, wie sie das Design der Moderne geprägt und die Gestaltung von Nutzgegenständen, das Berufsbild und die Ausbildung des Designers beeinflusst hat.

Eine kurze Geschichte der HfG Ulm, designt von Studenten (Larissa Rauch and David Fischbach; FH Düsseldorf/Prof. Victor Malsy) für Studenten.


Herausgeber: Jens Müller, Düsseldorf
Publisher: Lars Müller, Zürich,

Bilingual English/German
14,8 x 21 cm, 128 Seiten, 182 Abbildungen, Softcover (2014)
ISBN 978-3-03778-413-6, d/e
EUR 28,00 / CHF 35,00

http://www.lars-mueller-publishers.com/de/hfg-ulm

16.12.2013 um 14:28 Uhr
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