Pinnwand
52

Noch bis zum 15. Dezember diesen Jahres wird in der Anna-Maria and Stephen Gallery, die zur Parsons New School gehört, die Ausstellung „How things don’t work – The Dreamspace of Victor Papanek“ zu sehen sein. Die Ausstellung zeigt bisher unveröffentlichtes Material aus dem Victor Papanek Archiv im Dialog mit Arbeiten von zeitgenössischen Designern aus Wien, London und New York.
Bereits 1977 hat sich der Designkritiker Victor Papanek zusammen mit seinem damaligen Mitverfasser James Hemnessey in ihrer gemeinsamen Arbeit „How things don’t work“ als Verfechter für die heutzutage als Social Design bekannte Disziplin ausgesprochen. Seitdem ist der Design-Kontext jedoch um einiges komplexer geworden, nicht zuletzt durch Aspekte wie Globalisierung oder die Zunahme neuer Informationstechnologien. All dies bringt nicht nur neue Möglichkeiten mit sich, sondern stellt Designer auch gleichzeitig vor immer neue Herausforderungen.
In den letzten Jahren geht es zudem nicht mehr nur um den Entwurf eines einzelnen Produktes, sondern viel mehr um die Entwicklung eines allumfassenden Systems mit dem Ziel neue soziale Veränderungen in der Gesellschaft zu ermöglichen. Diese Entwicklung hat zur Folge, dass Designer sich heutzutage immer wieder mit der Tatsache konfrontiert sehen, das Entwerfen an sich neu zu erfinden. Die aktuelle Ausstellung stellt sich dem Erbe von Victor Papanek und macht es durch die Gegenüberstellung mit Arbeiten einer neuen Generation von spekulativen und nicht weniger kritischen Designern, erneut zur Diskussion.
Die verschiedenen Teile der Ausstellung in Form von Videos, digitalen Folien oder Druckmaterialien von zeitgenössischen und spekulativen Projekten, zeigen die Arbeiten von aufkommenden Designern zusammen mit visionären Auszügen aus dem Papanek Archiv. Gemeinsam sollen beide Ansätze ein kaleidoskopischen „Dreamspace“ aus verschiedenen sozialen Vorstellungen formen, die den Betrachter zum Nachdenken darüber anregen sollen, wie man sich aus der heutigen Dystopie – einer fiktiven und in der Zukunft spielenden Erzählung mit negativem Ausgang – herausdesignen kann. Kuratiert wird die Ausstellung von Alison Clarke, Direktorin der Victor Papanek Foundation, Jamer Hunt und Fiona Raby, beide Professoren an der Universität für Angewandte Kunst Wien und unterstützt von Lesern des Design Interaction am Royal College of Art in London.
14.11.2014 um 10:18 Uhr
Erstes Treffen des Nordbayern-Stammtisch Designtheorie / -forschung, \"Regionalgruppe Nordbayern der DGTF\" und aller anderen Freunde der Thematik ist am Donnerstag den \'\'\'20.11.2014\'\'\' um \'\'\'20 Uhr\'\'\' im Prisma / Pasta Galerie http://www.pasta-galerie.de/anfahrt.html.
• 1. Treffen (dann ca. 3-mal im Jahr)
• Theorie, Geschichte, Forschung, Research
• research for, through, about design
• für alle (ab Vordiplom)
Aktuell haben sich 8 Teilnehmer gefunden, wer Lust hat zu kommen, bitte kurze Email an mich.
Philip Zerweck
zerweck@heikoundphilippa.de
10.11.2014 um 18:35 Uhr
Altes neu und anders zur Anschauung zu bringen ist das Ziel der Ausstellung „Vom Wissen der Objekte. Ethnologische Konstellationen“ im GRASSI Museum für Völkerkunde zu Leipzig. Sie ordnet Objekte unterschiedlichster Gegenden der Welt in ungewöhnlichen Konstellationen, lädt zur sinnlichen Auseinandersetzung mit ihnen ein und vermittelt ein Verständnis für verschiedene Traditionen des musealen Zeigens und des ethnologischen Deutens.

Die Ausstellung feiert das 100jährige Bestehen des Instituts für Ethnologie der Universität Leipzig. Es ist genauso wie das Völkerkundemuseum zu Leipzig das Älteste seiner Art in Deutschland und mit diesem von Beginn an durch gemeinsame Projekte verbunden. Das Jubiläum ist Anlass, um kräftige Impulse zu setzen durch die gemeinsame Auseinandersetzung über Fachgeschichte, Sammlungs- und Ausstellungspraktiken, über globale Machtbeziehungen und über das Verhältnis von Kunst und Ethnografika.

Wie schauen Ethnologen und was sehen sie? Welches Wissen entlocken sie den Objekten und welche Folgen hat dies für unsere Wahrnehmung von Kultur? Die Suche nach Antworten auf diese Fragen verdichtet sich in einer Ausstellung, in der Gegenstände nach verschiedenen Prinzipien sortiert, gezeigt, ausgestellt und interpretiert werden. In ihren unterschiedlichen Kontexten offenbaren Objekte jeweils andere Wahrheiten.

Ausstellungsort: Johannisplatz 5-11, 04103 Leipzig
Öffnungszeiten: täglich 10 bis 18 Uhr, montags geschlossen
10.11.2014 um 11:01 Uhr
Der Berliner Schlüssel von Bruno Latour liest sich als wunderbar klarer Text, der nicht nur Latours Verständnis unserer Gesellschaft verdeutlicht, sondern gleichzeitig auch einen für viele Berliner alltäglichen und doch mysteriösen Gegenstand bespricht: Diesen Schlüssel mit doppeltem Bart, der vor 100 Jahren entwickelt wurde und noch heute so manchen Schlüsselbund erschwert. Latours Stil ist dabei überraschend erzählerisch. Seine weit reichenden Gedanken zum Verhältnis von Technik
und Sozialem verpackt er in eine detektivische Geschichte. Die Publikation ist philosophischer Essay, spannende Erzählung, technologische Studie und Berlin-Buch in einem.

Die komplett umgestaltete Neuauflage legt großen Wert auf eine elegante Typografie, eine klare Bildsprache, eine tolle Haptik und eine breite Verständlichkeit. Es ist ein handliches Buch für die Couch, die U-Bahn, das Bett und den Schreibtisch entstanden. Dem Text ist zudem ein von botopress beauftragter Kommentar des langjährigen Latour-Übersetzers Gustav Roßler sowie eine extra für diesen Text gefertigte Airbrush-Zeichnung des englischen Künstlers Chris Evans beigefügt.
Der Berliner Schlüssel von botopress ist eine informative und reizvolle Lektüre für Latour–Neulinge, Latour–Kenner_innen und Menschen, die sich einfach für die Dinge in der Welt interessieren.

Hintergrund:
Latours französischer Originaltext wurde 1990 veröffentlicht. Im Jahr 1994 folgte die deutsche Übersetzung in einer Schrift des Wissenschaftszentrums Berlin für Sozialforschung (WZB). Seit vielen Jahren war dieser für die Soziologie und das Dingverständnis Latours grundlegende Text vergriffen.
Gerade vor dem Hintergrund des einmaligen Bezuges zur Stadt Berlin sowie der aktuellen Relevanz Bruno Latours – er ist Träger des Holberg-Preises 2013 und sein Einfluss reicht weit über die Grenzen der Sozialwissenschaften hinaus – war das unverständlich. Wir wollten es ändern! botopress versteht sich als Plattform für Architekturen, Städte, Technologien & Fiktionen. Wir interessieren uns nicht für Bücher voller Einsichten, sondern für Publikationen voller Ausblicke. Die Verlagsreihe locked widmet sich Werkzeugen des Ein-, Aus- und Versperrens. Aus sozialer, politischer, handwerklicher und künstlerischer Perspektive beleuchtet sie Zwänge, Schlösser und Gefängnisse.

Mit Kommentar & Airbrush-Zeichnung
Softcover, 19 x 13 cm, 54 Seiten, 2014
Verlagsreihe locked No. 1

Bruno Latour
Der Berliner Schlüssel
botopress, 2014,
EUR 11.50
10.11.2014 um 10:51 Uhr
The Situationist International were a group of anti-authoritarian, highly cultured, revolutionary artists whose energy and enragement fundamentally shaped the revolutions of the late 1960’s, most famously in Paris in May ‘68. They took on their shoulders the history of the workers’ struggle, saw that it had been corrupted by authoritarianism and transformed it, with influences incorporating the avant-garde via Dada and Surrealism. They were not Marxologists, defenders of the faith. Marxism came back to life in their raging analyses, the use of the ‘spectacle’ and at the heart of the project was the idea of the constructed situation.

This book by Frances Stracey offers itself up as the ‘first historiography of constructed situations’. Within it are new insights into the movement, and with them, a sense of relevance to political situations and practice today. As an archivist, Stracey uncovered new documents which, amongst other things, revealed how the SI related to representations of sexuality; and is able to discuss whether they could be considered as feminists or not. She also looked at their famous motto ‘Never Work’ and again shows how alienated labour is even more relevant to us today.

Constructing Situations is not a history of celebrated personalities, or cultural influences, or political circumstances. It is instead an open door to one of the most influential art movements in modern history, and an invitation for us to reclaim inspiration from this ubiquitous movement.

Frances Stracey
Constructed Situations. A New History of the Situationist International
Pluto Press, 2014, 9780745335261
EUR 22.80
10.11.2014 um 10:38 Uhr
Resonate is a platform for networking, knowledge sharing and education. It brings together artists, designers and educators to participate in a forward-looking debate on the position of technology in art and culture. Held each year in Belgrade-Serbia, the festival lasts for three days and provides an overview of current situation in the fields of music, visual arts and digital culture. Guest artists, lecturers and other participants are chosen to represent the cutting edge of the contemporary creative industry in the world.

http://resonate.io/2015/
10.11.2014 um 10:23 Uhr
Was ist Information? Die Antwort, die der Autor gibt, lautet: Information ist repräsentierte, logarithmisch gemessene Vielfalt. Diese hier umstandslos gegebene Definition wird im Buch grundlegend erklärt. In einzelnen Schritten, die keine Zwischenschritte auslassen, kann der Leser zu einem vollständigen Verständnis der Information gelangen. Auf dem Weg zu diesem Ziel ergibt sich eine Reihe von Einsichten, in denen der fundamentale Stellenwert des Informationskonzepts für die Grundlagen der Designforschung deutlich wird.

kassel university press
ISBN: 978-3-86219-806-1, 2014
204 Pages
24,00 €
10.11.2014 um 10:10 Uhr
Mode, Medien und Körper können miteinander fusionieren, um ein Zwischenreich aus Fantasie und Wirklichkeit zu kreieren. In seinem Vortrag “Modekörper – Medienphantom” wird Prof. Dr. Gunnar Schmidt von der Hochschule Trier eine legendäre Medieninstallation analysieren, die innerhalb einer Runway-Show Alexander McQueens gezeigt wurde. In dieser Installation kommt ein exzentrischer Aspekt des Mode-Medien-Dispositivs zur Geltung: die Auflösung des Körpers. Gezeigt wird, wie mit den Irrealisierungsmöglichkeiten von Medien eine hoch verdichtete Semantik erzeugt wird, in der einerseits ein Aktualsinn für die Show-Besucher eingelassen ist, andererseits ein Phantasma zur bewegten Bildform gebracht wird, das aus dem historischen Großraum abendländischer Bildkultur seine Prägung erhalten hat. Zur Debatte gestellt wird u.a. die Frage, in welchem Verhältnis Mode als realisiertes Korporalmedium zur Mode als mediales Phantom steht.

Ort:
Fakultät für Gestaltung, Holzgartenstraße 36, 75175 Pforzheim, Raum G1.013
10.11.2014 um 09:52 Uhr
52

Willkommen !



Bitte bestätigen Sie die Kenntnissnahme der Nutzungsbedingungen .