Pinnwand
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Im Fachbereich Design mit seinen Studiengängen Interfacedesign, Kommunikationsdesign,
Produktdesign und Europäische Medienwissenschaft ist zum nächstmöglichen Zeitpunkt die
Professur für das Lehrgebiet „REDAKTIONELLE GESTALTUNG“ (W2) Kennziffer: 32 / 2015
im Studiengang Kommunikationsdesign zunächst befristet auf fünf Jahre zu besetzen.

Gesucht wird ein/e Gestalter/in, die/der das Gestalten im redaktionellen Kontext systematisch
und umfassend vermittelt.
Unter redaktioneller Gestaltung verstehen wir die konzeptuelle, einem Inhalt und einer Aussage
verpflichtete, Entwicklung der grafischen Relation von Bild und Text für verschiedene Formate,
Medien und Intentionen. Das Lehrgebiet zielt auf die Vermittlung der operativen und methodischen
Basis für den angewandten und virtuosen Umgang mit Typografie, Layout und Struktur im Geleit
der Fragestellung nach adäquater Dramaturgie und Inszenierung von Information.
Im Rahmen der weiteren Entwicklung und Profilbildung des Fachbereichs Design nimmt die
Professur eine besondere Stellung ein. Entsprechendes Engagement und die Bereitschaft zur
interdisziplinären Zusammenarbeit mit tangierenden Studienrichtungen und in Projekten der
Bachelorstudiengänge sowie im Masterstudiengang Design werden ebenso als selbstverständlich
vorausgesetzt wie die Bereitschaft zu künstlerisch-wissenschaftlichen Tätigkeit in
Forschungsprojekten.

Zu den Anforderungen zählen darüber hinaus die Beteiligung an interdisziplinären,
fachbereichsübergreifenden Lehrveranstaltungen, die sich am didaktischen Prinzip des forschenden Lernens orientieren, und die Durchführung von englischsprachigen und onlinegestützten Lehrveranstaltungen. Von den Bewerberinnen und Bewerbern wird zudem erwartet, dass sie die Weiterentwicklung der Designstudiengänge und die damit verbundene Vernetzung zu weiteren Studiengängen der Hochschule und zu externen Partnern aktiv befördern, die Entwicklung der Hochschule durch Mitwirkung in den Gremien und bei der Selbstverwaltung unterstützen und die Bereitschaft zur Teamarbeit besitzen.

Die Einstellungsvoraussetzungen ergeben sich aus § 41 des Brandenburgischen
Hochschulgesetzes insbesondere wird auf Abs. 1 Punkt 3 verwiesen, der die besondere
Befähigung zu künstlerischer Arbeit voraussetzt. Die Professur ist zunächst auf fünf Jahre befristet
und im Angestelltenverhältnis zu besetzen. Eine erneute zeitlich befristete oder unbefristete
Berufung ist bei Vorliegen der haushaltsrechtlichen Voraussetzungen, positiver Evaluation und
Verankerung in der Entwicklungsplanung der Hochschule ohne erneute Ausschreibung möglich. Bei
Entfristung ist bei Vorliegen der für die Berufung in das Beamtenverhältnis erforderlichen
Voraussetzungen eine Verbeamtung möglich.

Ihre Bewerbung richten Sie bitte mit den üblichen Unterlagen unter Angabe der o. g. Kennziffer bis
zum 30.09.2015 an

Fachhochschule Potsdam
Dekanat Fachbereich Design
Kiepenheuerallee 5
14469 Potsdam
09.09.2015 um 12:31 Uhr
100 Jahre DADA-Bewegung 1916-2016: »Wir sind Phantasten. Wir glauben nicht mehr an die Intelligenz.«

Hugo Balls DADA-Roman »Tenderenda der Phantast« (erstmals 1967 veröffentlicht) ist der Entwurf einer magisch-anarchischen, einer gesetzlosen und darum verzauberten Welt, eines Zustandes der vollkommenen Absurdität und des grenzenlosen Humors. Der schier unerschöpfliche Reichtum seiner Gedanken lässt uns staunend auf das Werk schauen: Da fallen Papyrusrollen, mit Zeichen und Tieren bemalt, von einem Turm herab, fliegt ein Hahn mit »zerfederter Sichel« über die »Fächer der Damen« hinweg, geraten Gasanstalten, Bierbrauereien und Rathauskuppeln ins Wanken, ein »apokalyptischer Glanz« bricht aus, des Teufels Gemahlin tritt auf, eine totes Pferd wird vor eine Begräbniskutsche gespannt …
Im graphischen Teil des Buches setzt Klaus Detjen diese Phantastik mit Mischformen der Montagetechnik aus Visuellem und Verbalem um. Typographie und Textgestaltung entfernen sich von einer klassischen Lesestruktur, um sich besonders dem Rhythmus der Sprache zu öffnen. Das eingelegte Faltplakat stellt Lautgedichte des Autors vor, die Hugo Ball weltberühmt machten.
09.09.2015 um 12:16 Uhr
Typographie im Spannungsfeld zwischen Tradition und Moderne.

Alle Theorie ist grau? Nicht doch: Theorie ist ernstes Spiel und Nachdenken über Zusammenhänge. Keine Gestaltung ohne Regeln und keine Gestaltung ohne Intuition. Gestaltung folgt nicht einfach mathematischer Logik. Wägbarkeit und Unwägbarkeit sind allgegenwärtig. Gesetze, Regeln, Konstruktionen und Proportionen unterstützen den gestalterischen Prozess, eine Garantie für gute Gestaltung sind sie nicht.
Der Schweizer Typograph Hans Rudolf Bosshard zeigt, dass die Beschäftigung mit der Geschichte der Typographie Überblick und Einsicht bringt, doch mahnt er gleichzeitig zu Skepsis gegenüber den Vorbildern. Für die eigene Arbeit ist eine gewisse Distanz zur Geschichte nötig - sollte man dennoch auf die Tradition zurückgreifen, braucht es ein gutes Maß an ironischer Brechung. Die Forderung nach Ästhetik ist legitim, birgt aber Falltüren, hinter denen das Gefällige lauert. Funktion steht gegen Formalismus. Letzterem unterlagen selbst berühmte Exponenten der Moderne, ihm sind wir auch heute immer wieder ausgesetzt. Die Buchtypographie im Speziellen ist ein Versuchsfeld zwischen (unfreier) Tradition und (zaghafter) Moderne.
09.09.2015 um 12:13 Uhr
Die digitale Revolution ist nicht nur ein Angriff auf die Grundlagen von Aufmerksamkeit und Intellektualität – ihre Auswirkungen sind zugleich eine Herausforderung für die Intellektuellen, die hierauf allzu oft nur mit Ratlosigkeit oder Gedankenakrobatik zu reagieren wissen.
Hans-Willi Weis lädt zu einer Tour d\'Horizon durch intellektuelle Zeitgeistdiskurse ein. Er schlägt den Bogen von der Kritik in sich leer laufender Diskurse zu einer das Denken und das Diskursive revitalisierenden neuen Aufmerksamkeitspraxis und zeigt, wie man der digitalen Aufmerksamkeitsdiffusion und den Zwängen entgrenzter Netzaktivität je individuell mit der yogischen Übung methodischer Unterbrechung zu begegnen vermag.
09.09.2015 um 12:10 Uhr
The early days when digital games were new, harmless and niche are long gone. Today’s games can simulate battlefields, predict disaster, and crash markets. We are faced with a diversity of play and the ubiquity of games, making them not only a popular medium, but the leading medium of contemporary society. Based on the keynote lectures held at DiGRA2015, Diversity of Play provides a critical view on the current state of digital games from theoretical, artistic, and practical perspectives. With an interview with Karen Palmer and essays by Astrid Ensslin, Mathias Fuchs, Tanya Krzywinska, and Markus Rautzenberg, Diversity of Play explores the uncanny in games, the power of “unnatural” narratives, and the exceptions and uncertainties of digital ludic environments.
09.09.2015 um 11:31 Uhr
Das Ausstellungsprojekt EGO UPDATE. Die Zukunft der digitalen Identität im NRW-Forum Düsseldorf widmet sich dem Phänomen „Selfie“ und thematisiert, wie sich unsere Vorstellungen vom Menschsein unter dem Einfluss digitaler Medien verändern. Das „Ich denke, also bin ich“ scheint sich unlängst in ein „Ich fotografiere, ich dokumentiere, also bin ich“ verwandelt zu haben. Die Gruppenausstellung liefert Denkanstöße und mögliche Antworten auf die Frage, wie das digitale und technologische Weltgeschehen in die menschliche Identität eingreift und unsere Gesellschaft formt. 23 internationale und nationale Positionen zeigen auf, wie Künstler mit diesem Phänomen ihrer Zeit umgehen und das Selfie als ein eigenes visuelles Genre nutzen, welches die Fotografie als Medium und als Kunstform verändern wird.

Die auf Armeslänge aufgenommenen und mit Freunden geteilten Selbstporträts treffen den Nerv der Zeit. Im Selfie wird weitaus mehr sichtbar als ein vermeintlich egozentrischer Selbstentwurf; in ihm materialisieren sich grundlegende zeitgenössische Themen, welche Philosophie, Wirtschaft, Politik und Kunst gleichermaßen herausfordern. Die Frage, die so alt ist wie der Mensch selbst „Wer bin ich?“ öffnet sich in digitalen Zeiten auf die Frage hin: „Wer will (oder: soll) ich sein?“ oder auch „Wer werde (oder: könnte) ich sein?“ Das Selbstbild ist im Netz so bestimmbar wie noch nie, das digitale posthumane Ich ist wandelbar, kreativ und wird immer künstlerischer. Dem „wahren“ Ich bleibt nichts anderes übrig, als sich ebenfalls öffentlich preiszugeben – Problematiken des Datenschutzes, der Persönlichkeitsrechte ignorierend oder hinnehmend.
09.09.2015 um 11:25 Uhr
Do It Together
Das diesjährige Thema der Mainzer Designgespräche, Integratives Denken, Interaktion, Zusammenarbeit – die größtmögliche Vielfalt an ökonomischem Potenzial. Sei es bei der Entwicklung von Ideen, Produkten, Prozessen oder der Lösung komplexer Probleme – bei Designern und Unternehmen ist Empathie gefragt. Grenzen kennen und den Austausch wagen, um nutzerorientierte Lösungen zu entwickeln.

Veranstaltungsort
Dienstag, 29. September 2015
Beginn: 14:00 Uhr, Einlass 13:00 Uhr
Akademie der Wissenschaften und der Literatur, Mainz

Programm
13:00 Uhr Registrierung
13:30 Uhr Einlass
14:00 Uhr Begrüßung
Adrienne Finzsch | Fachliche Leitung | descom
Uwe Hüser | Staatssekretär | Wirtschaftsministerium Rheinland-Pfalz
Moderation:
Andrej Kupetz | Hauptgeschäftsführer | Rat für Formgebung
14:30 Uhr Theoretische Einführung
Dr. Anne Herrmann | Hochschule für Angewandte Psychologie, Schweiz
15:00 Uhr Annika Saenger | ProTeam, Deutsche Lufthansa AG
15:30 Uhr Kaffeepause
16:00 Uhr Svenja Bickert | Future Flux
16:30 Uhr Kilian Schindler | Bureau Kilian Schindler
17:00 Uhr Podiumsdiskussion | Publikumsfragen
18:30 Uhr Apéro
21:00 Uhr Ende der Veranstaltung
09.09.2015 um 11:19 Uhr
Forschung zur materiellen Kultur hat gegenwärtig Hochkonjunktur – gerade auch in den Philologien. Dieser Material turn geht einher mit der wissenschaftspolitischen Förderung von archivischen, musealen und bibliothekarischen Sammlungen als Forschungsinfrastrukturen. Vor diesem Hintergrund laden der Arbeitskreis Materialität der Literatur, eine Initiative von Angehörigen der Berliner Universitäten, sowie die Staatsbibliothek zu Berlin ein zum Dialog: In einer mehrteiligen thematischen Vortragsreihe sollen theoriegeleitete Forschungsperspektiven auf schrifttragende Artefakte mit aus der Praxis entwickelten Fragestellungen konfrontiert werden, um im sparten- und disziplinenübergreifenden Austausch das Sensorium der Geistes- und Kulturwissenschaften für die Sprache(n) der Objekte weiter zu schärfen.

Der Arbeitskreis Materialität der Literatur situiert sich an den Schnittpunkten von Literaturwissenschaft einerseits und Buchwissenschaft, Analytischer Bibliographie, Typographiegeschichte, Materialitätsstudien und Artefaktanalyse andererseits. Die theoretische und systematische Beschäftigung mit den materiellen und medialen Grundlagen von Literatur soll dezidiert einer Erweiterung literaturwissenschaftlicher Möglichkeiten dienen: Im Zentrum stehen dabei sowohl die Theorie der textuellen Materialität und Dinghaftigkeit als auch die historische Beschäftigung mit den Trägermaterialien und Technologien, Schreibgeräten und Schreibstoffen, Formaten und Formen materieller Texte.

Anmeldung
Um Anmeldung auf unserer Homepage wird gebeten:
www.staatsbibliothek-berlin.de/materialitaet

Veranstaltungsort
Staatsbibliothek zu Berlin – Preußischer Kulturbesitz
Haus Unter den Linden
Eingang: Dorotheenstraße 27
Konferenzraum K4
10117 Berlin

Veranstaltungstermine
6. Oktober 2015
3. November 2015
1. Dezember 2015
5. Januar 2016
2. Februar 2016
1. März 2016
5. April 2016
3. Mai 2016
7. Juni 2016
5. Juli 2016

02.09.2015 um 14:00 Uhr
Zur Eröffnung der Ausstellung »Das Bauhaus #allesistdesign« können Sie die Bühnenkunst des Bauhauses in einer ihrer seltenen Aufführungen erleben. »Das mechanische Ballett« der Bauhausstudenten Kurt Schmidt und Georg Teltscher aus dem Jahr 1923 verbindet Kunst, Design, Musik und Theater zu einem faszinierenden Gesamtkunstwerk. Das Stück spiegelt die Suche nach einer neuen Gesellschaft und lotet die Möglichkeiten aus, Formen und Bewegung nach den Ideen der Avantgarde neu zu organisieren. Abstrakte Figurinen bewegen sich zu moderner Musik, zwischen Konstruktivismus, Futurismus und Maschinentheater.

Neuinszenierung: Theater der Klänge, Düsseldorf.
Bitte melden Sie sich bis 18. September 2015 an unter:
events@design-museum.de

Ablauf
18 Uhr
Opening Performance
Das mechanische Ballett
Zaha Hadid Fire Station
19 Uhr
Vernissage
Vitra Design Museum
02.09.2015 um 13:50 Uhr
„DADA siegt!“

Eine Dada Soirée im MAKK – Museum für Angewandte Kunst Köln am 1. September 2015
(Beginn: 19:00 Uhr) präsentiert einen Streifzug durch zehn aufregende Jahre in Köln und Berlin.

Die Veranstaltung im Rahmen von „200 Jahre Preußen am Rhein“ verspricht einen „anregenden,
vergnüglichen und keinesfalls gemütlichen Abend“. Zur Geschichte der Beziehung von Preußen und dem Rheinland gehört unabdingbar Dada.Gewiss, Dada entstand 1916 in Zürich und bewegte sich quer durch Europa, aber richtig manifest artikulierte es sich um 1920 in Köln (vor allem mit Max Ernst, Johannes Theodor Baargeld, Jean Arp) und in Berlin (Raoul Hausmann, Johannes Baader, Richard Hülsenbeck, George Grosz, John Heartfield). Also in jenen beiden Städten lebhafter Kultur und gesellschaftlicher Auseinandersetzungen. Dort in Berlin sehr selbstbewusst und politisch, hier in Köln etwas zaghafter, vielleicht experimenteller und nicht so nachhaltig – und auf halbem Weg dazwischen in Hannover tummelte sich noch Kurt Schwitters. Auf jeden Fall aber veränderte Dada den Blick auf Kunst, Poesie, Musik und Gesellschaft und entwickelte völlig neue Formen der künstlerischen und
auch der politischen Artikulation. Dada rüttelte an den Grundfesten von Gesellschaft und Kultur, kritisierte radikal unsinnige Ordnung und entwarf lebendige Perspektiven.

Diese Aktivitäten und deren Rezeption in Köln und Berlin werden am 1. September im MAKK – Museum für Angewandte Kunst Köln in einer Art Revue lebendig: mit Musik, Poesie, Manifesten, Bildern, Zitaten aus den damaligen Tageszeitungen, Interventionen und Erläuterungen zu Hintergründen und Zusammenhängen. Polemisch, vergnüglich, nachdenklich, lebendig und provokativ.
In einer Tour d\'Horizon rezitieren die Schauspielerinnen Leni Geyer und Lou Strenger und die Schauspieler Janis Kuhnt und Justus Maier Dada-Texte und auch die lokalen Reaktionen darauf, es werden Bilder projiziert, und DJ Fangkiebassbeton wird musikalische Äußerungen jener Zeit vortragen. Außerdem wird das Publikum einbezogen und erläutert Moderator Michael Erlhoff, der auch das Konzept für diesen Abend gestaltet hat, was damals so geschah.

26.08.2015 um 14:56 Uhr
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