Visuelle Kommunikation und Gebrauchstauglichkeit (Usability)
In der visuellen Kommunikation werden m. E. Fragen der Gebrauchstauglichkeit weiterhin wenig beachtet. Der Betrachter ist aber auch – zwar meist vermittelt – Benutzer. Offenbar ist dies etwa bei Leitsystemen oder Formularen. Ich glaube, dass in der Überlieferung des Wissens und in der Designpraxis Gebrauchsfragen zwar behandelt werden, allerdings implizit. Sie kommen nicht als solche zum Vorschein, da die traditionellen Formate gar keine Gebrauchsfragen aufzuwerfen scheinen, wenn sich deren Gebrauch etwa über Konventionen gefestigt hat. Daraus folgt auch, dass das entsprechende Vokabular wenig ausgebildet ist.

In Edward Tuftes Werk ist der Gebrauch in der visuellen Kommunikation thematisiert, allerdings mit wenig empirischen Befunden. Am weitesten entwickelt ist die Theorie und Methodik zur Untersuchung von Gebrauchsfragen sicherlich im Feld der Human-Computer Interaction (HCI).

* Welches theoretische Inventar ließe sich aus dem Theoriegebäude der visuellen Kommunikation übernehmen?
* Was könnte von der HCI in die visuelle Kommunikation übernommen werden? Was müsste ergänzt werden?
* Welche Widerstände/Widersprüche gibt es zur Gebrauchstauglichkeit? (Kunstanspruch der visuellen Kommunikation, Corporate Design Vorschriften)

Hat jemand Interesse, das zu diskutieren und vielleicht einen Konferenzbeitrag mit mir daraus zu machen? Etwa bei der Usability Professionals 2010 (Abstract Deadline -- verlängert: 30.11.09. )

Grüße von Jan-Henning / TU Dresden
02.10.2009 um 17:07 Uhr

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